EuroWire , ROM: Italiens Leistungsbilanzüberschuss stieg laut den am 19. Februar 2026 veröffentlichten Zahlungsbilanzdaten der italienischen Zentralbank bis 2025 auf 27,4 Milliarden Euro, nach 23,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. Die Leistungsbilanz erfasst die Waren-, Dienstleistungs-, Einkommens- und Transferströme zwischen Inländern und dem Rest der Welt. Die italienische Zentralbank erklärte, die Verbesserung im Jahr 2025 sei auf einen stärkeren Einkommensüberschuss zurückzuführen, während sich die Handels- und Transferkomponenten negativ entwickelten.

Die Zentralbank berichtete, dass die Warenbilanz trotz eines Rückgangs im Jahresvergleich weiterhin die wichtigste Stütze des Gesamtüberschusses darstellte. Italiens Warenüberschuss sank von 55,0 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 51,7 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Dienstleistungssektor verzeichnete weiterhin ein Defizit, das sich sogar vergrößerte und von 4,9 Milliarden Euro auf 6,0 Milliarden Euro anstieg. Auch die Bilanz der Sekundäreinnahmen, zu der Transferleistungen zählen, wies ein größeres Defizit auf 21,6 Milliarden Euro auf (Vorjahr: 18,7 Milliarden Euro).
Der entscheidende Umschwung ergab sich bei den Primäreinkommen, die 2025 einen Überschuss erwirtschafteten. Die italienische Zentralbank meldete für 2025 einen Primäreinkommensüberschuss von 3,4 Milliarden Euro, verglichen mit einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro im Jahr 2024. Zu den Primäreinkommen zählen unter anderem Arbeitnehmerentgelte und Kapitaleinkünfte. Der geringere Warenüberschuss und die höheren Defizite bei Dienstleistungen und Sekundäreinkommen wurden durch die Verbesserung der Primäreinkommen ausgeglichen, was zu einem Anstieg des jährlichen Leistungsbilanzsaldos führte.
Monatliche Details ab Dezember
Italien verzeichnete im Dezember 2025 einen Leistungsbilanzüberschuss von 3,109 Milliarden Euro, verglichen mit 2,523 Milliarden Euro im Dezember 2024, wie die italienische Zentralbank mitteilte. Der monatliche Warenüberschuss stieg von 5,310 Milliarden Euro im Vorjahr auf 6,019 Milliarden Euro. Gleichzeitig vergrößerte sich das Dienstleistungsdefizit von 1,348 Milliarden Euro auf 1,978 Milliarden Euro, was auf eine größere Differenz zwischen Dienstleistungseinnahmen und -ausgaben zurückzuführen ist. Der Primäreinkommenssaldo verbesserte sich von 0,834 Milliarden Euro auf einen Überschuss von 1,523 Milliarden Euro.
Die Zentralbank berichtete, dass das Defizit der Sekundäreinkommen im Dezember mit 2,455 Milliarden Euro gegenüber 2,273 Milliarden Euro im Dezember 2024 anhielt. Unter Berücksichtigung aller Komponenten ergab sich für Dezember 2025 ein Überschuss, der auf Zuwächse bei den Waren- und Primäreinkommen zurückzuführen war, welche die höheren Defizite bei den Dienstleistungen und den Sekundäreinkommen überkompensierten. Die Tabellen der italienischen Zentralbank zeigen zudem, dass die kumulierten Zahlen der letzten zwölf Monate bis Dezember 2025 dem Jahresgesamtwert für 2025 entsprechen, wodurch sich der Leistungsbilanzüberschuss für das Jahr auf 27,372 Milliarden Euro beläuft.
Finanzströme und Außenposition
Im Finanzbereich gab die italienische Zentralbank bekannt, dass die Nettoerwerbe ausländischer Vermögenswerte im Jahr 2025 26,9 Milliarden Euro betrugen, verglichen mit 51,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. Innerhalb der Finanzbilanz wies die Zentralbank negative Salden bei Portfolioinvestitionen in Höhe von 22,6 Milliarden Euro und bei Finanzderivaten in Höhe von 3,0 Milliarden Euro aus. Diese wurden jedoch durch positive Salden bei Direktinvestitionen in Höhe von 11,0 Milliarden Euro, Währungsreserven in Höhe von 1,7 Milliarden Euro und sonstigen Investitionen in Höhe von 39,7 Milliarden Euro mehr als ausgeglichen.
Die italienische Zentralbank gab außerdem bekannt, dass Italiens Nettoauslandsvermögen, die Differenz zwischen Auslandsaktiva und -passiva, Ende des dritten Quartals 2025 bei 297,6 Milliarden Euro lag, gegenüber 238,0 Milliarden Euro Ende des zweiten Quartals. Die Zahlen zur Zahlungsbilanz und zum Auslandsvermögen wurden in der statistischen Veröffentlichung der italienischen Zentralbank für Dezember 2025 sowie für das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht.
Der Beitrag „Italien verzeichnet 2025 einen Leistungsbilanzüberschuss von 27,4 Milliarden Euro“ erschien zuerst im British Messenger .
