EuroWire , LONDON : Das Vereinigte Königreich hat seine Reisehinweise aktualisiert und bekräftigt. Diese stimmen mit den Warnungen Kanadas , der USA, Australiens und Neuseelands überein. Reisende werden dringend gebeten, Risikogebiete zu meiden und die offiziellen Empfehlungen genau zu befolgen, da die Regierungen ihre globalen Sicherheitsbewertungen für 2026 aktualisieren. Zu den Risiken zählen Gewaltverbrechen, Entführungen, Terrorismus, Unruhen, willkürliche Inhaftierungen und eingeschränkte konsularische Kapazitäten. Die Empfehlungen variieren je nach Land und teilweise auch je nach Region.

Das britische Außenministerium (Foreign, Commonwealth and Development Office), das länderspezifische Reisehinweise herausgibt, weist darauf hin, dass der Versicherungsschutz erlöschen kann, wenn Reisen entgegen den offiziellen Empfehlungen unternommen werden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Unterstützung in Krisenzeiten eingeschränkt sein kann. Auf den Seiten zu verschiedenen Reisezielen wird betont, dass sich die Bedingungen schnell ändern können. Reisenden wird empfohlen, sich für Reisewarnungen anzumelden und sich vor Reiseantritt über lokale Gesetze, Sicherheitslage und Einreisebestimmungen zu informieren.
Mexiko steht weiterhin im Fokus der Reisehinweise mehrerer Regierungen, wobei die Risikobewertungen oft nach Bundesstaat aufgeschlüsselt werden. Großbritannien rät von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen in bestimmte Gebiete ab, darunter Teile von Baja California, Tamaulipas, Zacatecas, Michoacán und Jalisco. Grund dafür sind Bedenken hinsichtlich der Sicherheitslage und der organisierten Kriminalität. Auch Kanada empfiehlt, von nicht unbedingt notwendigen Reisen in mehrere mexikanische Bundesstaaten abzuraten, während Australien landesweit zu erhöhter Vorsicht rät und von Reisen in einige Bundesstaaten abrät.
Für Belarus und Venezuela ist die Position Großbritanniens weitreichender. Großbritannien rät von allen Reisen nach Belarus ab und warnt vor der Gefahr einer Verhaftung sowie der allgemeinen Sicherheitslage im Zusammenhang mit dem Krieg in der benachbarten Ukraine. Auch von Reisen nach Venezuela rät Großbritannien weiterhin ab. In der letzten Aktualisierung Anfang Januar wurde diese Warnung bekräftigt und auf die Folgen für den Versicherungsschutz sowie die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Hilfe im Notfall hingewiesen.
Koordinierte Warnungen über mehrere Risikokategorien hinweg
Der Irak zählt weiterhin zu den Ländern, deren Regierungen Reisenden aufgrund der instabilen Sicherheitslage und der drohenden Anschläge dringend von Reisen abraten oder diese auf unbedingt notwendige Gründe beschränken. Großbritannien rät von allen Reisen in Teile des Irak ab und empfiehlt, Reisen in andere Gebiete nur aus zwingenden Gründen zu unternehmen. Dabei wird die Region Kurdistan von Grenzgebieten und anderen lokalen Risikogebieten unterschieden. Kanada rät von allen Reisen in den Irak ab, und Neuseeland empfiehlt ebenfalls, nicht in den Irak, einschließlich der Region Kurdistan, zu reisen.
Äthiopien wird ebenfalls mit erheblichen, oft regionsspezifischen Warnhinweisen aufgeführt. Großbritannien rät von allen Reisen in Teile Äthiopiens und von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen in andere Gebiete ab. Die regionalen Risikohinweise umfassen auch Teile von Tigray und andere Orte mit instabiler Sicherheitslage. Kanada rät generell von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Äthiopien ab, weist jedoch darauf hin, dass die Reisehinweise je nach Region variieren können und die konsularische Unterstützung in einigen Regionen eingeschränkt sein kann.
Algerien veranschaulicht, wie Reisewarnungen auf nationaler Ebene mit strengen Beschränkungen für bestimmte Grenzgebiete kombiniert werden können. Großbritannien rät von Reisen in bestimmte Gebiete innerhalb festgelegter Entfernungen zu mehreren Grenzen ab, darunter Gebiete nahe Libyen, Mauretanien, Mali, Niger und Teile der tunesischen Grenzregion. Zudem wird von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen zu weiteren Abschnitten der tunesischen Grenze abgeraten. Kanada empfiehlt ebenfalls hohe Vorsicht in Algerien und listet Grenzgebiete auf, für die aufgrund von Sicherheitsrisiken von Reisen abgeraten wird.
Wie man die Reisehinweise für 2026 vor der Buchung liest
Offizielle Vertreter der fünf Regierungen betonen, dass die Reisehinweise zwar unterschiedliche Bezeichnungen verwenden, aber einem ähnlichen Zweck dienen: die Risikostufen und die Grenzen der konsularischen Unterstützung zu kommunizieren. Die Vereinigten Staaten nutzen ein vierstufiges System, und ihre Reisehinweise für Mexiko sind nach Bundesstaaten gegliedert, während Kanada und Australien nationale Hinweise üblicherweise mit regionalen Ausnahmen kombinieren. Die Reisehinweise Neuseelands (SafeTravel) weisen ebenfalls darauf hin, wohin von Reisen abgeraten wird und welche Vorsichtsmaßnahmen Reisende dennoch beachten sollten.
Reisenden, die für 2026 planen, wird empfohlen, kurz vor der Buchung und erneut vor der Abreise die aktuelle offizielle Länderseite zu besuchen, da sich Reisehinweise und regionale Karten kurzfristig ändern können. Regierungen raten außerdem, die Gültigkeit des Versicherungsschutzes zu überprüfen, sich gegebenenfalls bei nationalen Warnsystemen zu registrieren, Notfallreserven und -dokumente bereitzuhalten und Risikogebiete, die in den regionalen Reisehinweisen aufgeführt sind, zu meiden, selbst wenn von Reisen in das jeweilige Land nicht generell abgeraten wird.
Der Beitrag „Großbritannien schließt sich den Verbündeten bei den Reisewarnungen für 2026 an“ erschien zuerst auf Bells Weekly .
